Der Paritätische Mönchengladbach

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Mumm-Fachtag Kinderschutz: Gemeinsam für mehr Handlungssicherheit

Ein Rückblick auf den Mumm-Fachtag am 15.09.2026

Der Schutz von Kindern ist eine zentrale Aufgabe pädagogischer Arbeit und erfordert fachliche Sicherheit, Reflexion und eine klare Haltung. Unter diesem Schwerpunkt veranstaltete die Mumm Familienservice gGmbH gemeinsam mit dem Paritätischen NRW am 15. September einen Fachtag zum Thema Kinderschutz im Paritätischen Zentrum Mönchengladbach. Dazu kamen die Leitungen und stellvertretenden Leitungen der 27 Mumm-Einrichtungen und vier Waldkindergärten mit den Fachberatungen und der Geschäftsführung zusammen. Der Fachtag bot Raum für fachliche Impulse, Austausch und eine thematische Auseinandersetzung mit Täterstrategien sowie mit den Kinderschutznetzwerken der Stadt, die von Herrn Hurtz vorgestellt wurden.

Im Mittelpunkt des Fachtags stand das Thema Täterstrategien. Die Fachreferentin für Kinderschutz des Paritätischen NRW, Johanna Löw, führte in ihrem Vortrag in das Thema ein und beleuchtete grundlegende Zusammenhänge. Ziel war es, für Formen und Dynamiken übergriffigen Verhaltens zu sensibilisieren und die Handlungssicherheit im Umgang mit Verdachtsfällen zu stärken.

Im Anschluss konnten die Teilnehmenden in drei praxisorientierten Workshops unterschiedliche Schwerpunkte vertiefen. Dabei ging es um die Reflexion von Machtverhältnissen und Verantwortung in pädagogischen Kontexten, um die gemeinsame Bearbeitung konkreter Situationen in einer Fallwerkstatt sowie um die Frage, wie einrichtungsinterne Strukturen gestaltet sind und welche Rahmenbedingungen möglicherweise übergriffiges Verhalten begünstigen können. Ein verbindendes Thema des gesamten Fachtags war dabei die Stärkung von Ressourcen auf individueller und struktureller Ebene. Durch die verschiedenen Perspektiven und den gemeinsamen Austausch konnten die Teilnehmenden eigene Sichtweisen reflektieren, neue Impulse für die Praxis mitnehmen und sich mit anderen Leitungskräften fachlich austauschen.

Der Fachtag hat damit einen wichtigen Raum geschaffen, um das Thema Täterstrategien gemeinsam in den Blick zu nehmen und die professionelle Handlungssicherheit weiter zu stärken. Denn ein wirksamer Kinderschutz lebt nicht nur von klaren Verfahren und Strukturen, sondern auch von einer aufmerksamen, reflektierten und verantwortungsvollen Haltung aller Beteiligten.