Der Paritätische Mönchengladbach

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Gemeinsam sind wir stärker

Inhouse Fortbildung des Paritätischen Mönchengladbach: „Argumentationstraining gegen menschenverachtende Äußerungen“

Der Paritätische versteht sich als Verband der Vielfalt, Toleranz und Offenheit. Als Reaktion auf die zunehmenden rechtsextremen Tendenzen, die bis weit in die Mitte der Gesellschaft reichen, hat der Paritätische Mönchengladbach eine interne Arbeitsgemeinschaft gegründet, um der kritischen Entwicklung etwas entgegenzusetzen und die eigene Handlungsfähigkeit in der Auseinandersetzung mit menschenverachtenden Äußerungen zu stärken.

Das große Banner „Kein Platz für Rassismus“ an der Fassade des Paritätischen Zentrums sowie auf mehreren Plakaten festgehaltene Verhaltensempfehlungen und Regeln für ein respektvolles Miteinander im Haus waren die ersten Maßnahmen, die von der internen „AG gegen rechtsextreme Tendenzen“ angestoßen wurden. Ein drittes Element war die Organisation einer inhouse-Fortbildung „Argumentationstraining gegen menschenverachtende und diskriminierende Äußerungen“. Am 11. September 2026 fand hierzu ein Workshop für die Beschäftigten von PariTeam, PariSozial und Paritätischem Mönchengladbach statt, der vom ARIC NRW e.V., dem Anti-Rassismus Informations-Centrum in Duisburg, im Paritätischen Zentrum Mönchengladbach durchgeführt wurde.

Der Workshop bot eine gute Mischung aus inhaltlich strukturierenden Inputs und praktischen Ausprobiermöglichkeiten in verschiedenen Rollenspielen. Ausgangspunkt waren dabei immer die Erfahrungen der Teilnehmenden. In den Rollenspielen war es spannend zu erleben, was in den gespielten Szenen gut funktionierte und was nicht. Da, wo es gelang, rassistische, auf Abwertung beruhende Einteilungen von Menschen in „Die“ und „Wir“ zu hinterfragen, waren bei den sich diskriminierend äußernden Rollen deutliche Irritationen zu spüren. Manchmal war es aber nur möglich eine klare Grenze zu setzen, um den Rassismus zu stoppen, in dem z.B. darauf hingewiesen wurde, dass Äußerungen dieser Art im Haus nicht geduldet werden. Lange Argumentationsversuche schienen im Rollenspiel dagegen wenig Irritation auszulösen. Unter dem Strich wurde aber deutlich, dass Gegenimpulse zu setzen, egal in welcher Form, immer besser ist als sich zurückzuziehen.

Es war ein sehr gelungener Workshop: Tag und die Zeit vergingen gefühlt sehr schnell, was die Intensität des Austauschs und der Gespräche verdeutlicht. Das gemeinsame Erlebnis, sich gegen menschenverachtende Äußerungen wehren zu wollen und zu können, hat bei den Teilnehmenden auch untereinander die Solidarität gestärkt. Darauf werden wir im Paritätischen Mönchengladbach gemeinsam weiter aufbauen.